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Ein gebrauchtes Notebook kaufen, darauf sollten Sie achten!

Ein gebrauchtes Notebook zu kaufen liegt voll im Trend. Nicht immer ist gleich ein neues Notebook nötig, nur weil der Support für das Betriebssystem in Kürze abläuft. Für Office-Anwendungen und Internetrecherchen genügt eigentlich ein Computer mit Windows 11 als aktuelles Betriebssystem. Dennoch sollte man einige Dinge beachten.

Auf das Alter des Computers und die richtige Hardware achten!

Ein gebrauchter Computer sollte nicht älter wie 3 (max. 5) Jahre sein. Nur so ist der Akku meist noch in einem akzeptablen Zustand. Achten Sie auch darauf, dass das gebrauchte Notebook wenigstens einen USB-3 Anschluss hat und 2 Weitere. Ein DVD-LW oder SD-Kartenslot werden inzwischen die wenigsten Geräte haben. Dafür besitzen sie aber eine schnelle SSD anstatt einer älteren und langsameren HDD-Festplatte.

Auf die Festplattengröße achten

Ermitteln Sie zuerst den belegten Festplattenspeicher Ihres alten Notebooks. Die Daten dazu finden Sie im Arbeitsplatz. Da ja bekanntlich immer mehr Daten hinzukommen, sollte die neue Festplatte (SSD) also großzügig berechnet werden. 256 GB sind hier schon sehr minimalistisch, gerade wenn man viele Bilder gespeichert hat.

Die richtige Monitorgröße ist wichtig!

Inzwischen sind Anwendungen und Webseiten immer detailreicher. Ein 15 Zoll Bildschirm ist deshalb nur noch bedingt zu empfehlen. 17 Zoll sollten es heutzutage schon sein. Ansonsten wird es zu anstrengend für die Augen bei längeren Arbeitszeiten am Computer.

Monitor, Tastatur und Lüfter prüfen!

Beim Onlinekauf kann man leider einige Dinge nicht sehen oder prüfen. Deshalb sollten Sie den Verkäufer zuvor per E-Mail kontaktieren, ob die Gelenke vom Monitor evtl. ausgeleiert sind oder der Monitor Pixelfehler/Streifen hat, eine oder mehrere Tasten lose sind oder schlecht funktionieren. Ein zu lauter CPU-Lüfter deutet immer auf einen verdreckten Kühlkörper (besonders bei Haushalten mit Haustieren) hin. Hier könnte eine CPU-Lüfter-Reinigung aufwendig werden. Meist muss auch der CPU-Lüfter getauscht werden, da dieser extrem beansprucht wurde.

Das Gerät in Werkseinstellungen versetzen

Sie sollten das Notebook nach dem Kauf sofort in Werkseinstellungen versetzen, auch wenn der Verkäufer beteuert, dass er dies schon getan habe. Nur so ist garantiert, dass das Gerät 100% Virenfrei ist und keine Apps installiert sind, die Sie nicht wirklich benötigen. Außerdem können Sie sich dann mit Ihrem eigenen Microsoft-Konto anmelden. Das gilt übrigens auch für verbilligte Vorführgeräte von Elektronik-Fachmärkten.

Nicht benötigte Apps deinstallieren

Vor der kompletten Neueinrichtung mit Ihren Apps und Programm sollten Sie nicht benötigte Anwendungen deinstallieren. Wer bereits eine gültige Lizent oder ein anderes Office-Paket hat, kann die vorinstallieren Version deinstallieren. Das gilt auch für den Virenschutz. Ansonsten werden auch für das Office-Paket unnötige Updates heruntergeladen und installiert. Beim Virenschutz verwenden Sie am besten immer einen "Testsieger" und nicht eine kostenlose Version, die laufend mit Werbefenstern nervt und zur Kaufversion animieren will.

USB-Reparaturdatenträger erstellen und Systemwiederherstellungspunkt erstellen!

Seit Jahren werden ja keine Windows-CDs mehr mit den Geräten ausgeliefert. Deshalb sollte man sich einen USB-Reparaturdatenträger erstellen. Mit dessen Hilfe kann man die Windows-Version reparieren, falls eines Tages der Rechner nicht mehr bootet (z.B. nach einem mißglückten Windows-Update) oder Schadsoftwarebefall. Erstellen Sie unbedingt manuell einen Systemwiederherstellungspunkt! Nur so kann man den Computer auf ein Datum zurücksetzen, als er noch reibungslos funktionierte! Diese und weitere kostenlose Anleitungen mit Bildern finden Sie in den Tutorials.

Wo kann man ein gebrauchtes Notebook kaufen?

Ein gebrauchtes Notebook bekommt man idealerweise natürlich beim Händler um die Ecke, von Freunden oder Bekannten und natürlich Online. Suchen Sie mal nach Leasingrückläufer, Refurbished, Generalüberholte Notebooks oder gebrauchte Notebooks. Selbst Markenhersteller bieten auf ihren Webseiten günstige Geräte an, aber auch Elektronikfachmärkte und Versandhäuser. Die Auswahl ist riesig.

Gehört das Original Netzteil mit zum Lieferumpfang?

Bei privaten Verkäufen wird gern mal das Netzteil weggelassen und lieber separat verkauft. Hier darauf achten, dass es mitgeliefert wird und funktioniert. Sind das Netzkabel oder der Stecker beschädigt oder wurden sie "repariert"? Originalnetzteile können gern mal 40-70 EUR kosten, wenn man sie nachträglich kaufen muss.

Vorhandene Software übernehmen vom alten Notebook

Bereits gekaufte Software lässt sich oft auch auf den neu erworbenen Notebook übernehmen. Das gilt für Ihre Office-Version, Virenscanner, Buchhaltungssoftware und weitere Apps. Dazu loggt man sich auf die Website des Herstellers mit einen Kundendaten ein und kann die Lizenz "übernehmen". Bei Volumenlizenzen klappt das i.d.R. aber nicht. Wer lieber Software von Markenherstellern bevorzugt, kann diese günstig als Volumenlizens erwerben (z.B. bei winandoffice.com und Lizensio.de).

Alternativen zu teurer Software

Wer sich das Officepaket von Microsoft nicht leisten kann oder möchte, kann auch auf das völlig kostenlose LibreOffice zurückgreifen. Es kann problemlos Word-Dokumente und Excel-Dateien öffnen und entsprechend speichern. Und anstatt von Outlook kann man auch das ebenfalls kostenlose Thunderbird verwenden.

Fazit

Man kann durchaus mit einem gebrauchten Notebook ein Schnäppchen machen. Allerdings werden gern mal bei Auktionen die Preise künstlich in die Höhe getrieben, wenn Freunde des Verkäufers mitbieten. Wählen Sie möglichst verkehrsschwache Zeiten zum Bieten, wenn die Auktion noch vor dem Feierabend endet. Hier sind i.d.R. weitaus weniger Bieter online.

Firmen dagegen bieten sogar eine 6 monatige Garantie an für ihre gebrauchten Geräte und man kann Änderungswünsche an der Konfiguration oft noch vornehmen lassen (z.B. mehr Arbeitsspeicher, größere SSD, günstige Office-Version als Dauerlizenz).

Zuletzt aktualisiert: 19.04.2026